Happy Birthday to you

Pünktlich zu Danis Geburtstag zeigt sich wieder einmal die Sonne. In den vergangenen Tagen hatten wir wiederum viel Regen, und Zyklon Gita, der über Samoa und Fiji gezogen ist, hält nun Kurs auf Neuseeland und droht, uns weitere Stürme zu bringen.
Am Morgen fährt Dani zur Swiss Bakery in Milford, wo er Biberli bestellt hat und diese seinen Arbeitskolleginnen und -kollegen zum Znüni mitbringt. Sie überraschen ihn dann mit einem Muffin und einem Kerzchen darauf. Für das Abendessen hat Dani einen Tisch im O’Hagan’s, einem irischen Pub am Hafen, reserviert. Er wählt das Menu, für welches dieses Pub bekannt ist: Die „Rumpsteak Challenge“, bestehend aus einem 750 g Rumpsteak an Pfeffersauce, Champignons, Pommes frites und frittierten Zwiebelringen. Für mich gibt es einen bescheidenen Vegi-Burger mit Pommes frites. Auch wenn das Essen gut ist, ist es nicht der gemütlichste Ort, da es recht laut zu und her geht. Auf dem Nachhauseweg sehen wir, dass der Sky Tower noch immer rot beleuchtet. Mit unserer Vermutung, dass er für Danis Geburtstag oder für den Valentinstag diese Farbe bekommen hat, liegen wir allerdings falsch. Das Chinesische Neujahr wird gefeiert – übrigens das Jahr des Hundes – und rund um den Sky Tower hängen rote, chinesische Laternen.
Ich habe übrigens heute, wie Dani im November, meine sogenannten Immigration Medical Examinations absolviert. Diese medizinischen Untersuchungen werden für den Visumsantrag benötigt. Nachdem unser „Expression of Interest“ (Interessensbekundung) akzeptiert wurde, haben wir nun die „Invitation to Apply“ (Einladung für den Antrag) erhalten. Wie bereits erwähnt, ist der ganze Visumsprozess sehr kompliziert und aufwändig. Wir haben deshalb einen Immigration Officer engagiert, der uns die Arbeit abnimmt beziehungsweise genau weiss, welche Informationen und Dokumente benötig werden und diese bei uns einfordert. So hoffen wir, dass alles reibungslos und möglichst rasch über die Bühne geht, denn ich habe ja noch immer nur mein Besucher-Visum, das bis Ende Juni gültig ist.

Maritime Museum

Heute nehme ich wieder einmal an einer durch die Sprachschule organisierten Aktivität teil. Und zwar besuchen wir das 1993 eröffnete New Zealand National Maritime Museum. Dieses liegt – wie könnte es anders sein – am Hafen und führt durch die maritime Geschichte Neuseelands. So wird gezeigt, woher die ersten Siedler kamen und wie die europäischen Einwanderer in das weit entfernte Land reisten. Die Geschichte der Walfänger wird dokumentiert, viele Boote gezeigt und schlussendlich sind wir in der Gegenwart mit Informationen zum America’s Cup, der ja auch 2021 in Neuseeland stattfinden wird. Unsere Besuchszeit von einer guten Stunde ist zwar zu knapp, um alles im Detail zu sehen, trotzdem bekommen wir einen guten Überblick und haben wiederum die Gelegenheit, unsere Englischkenntnisse zu testen. Dani und ich haben übrigens beschlossen, dass wir ab heute zusammen Englisch sprechen, damit wir beide mehr Übung bekommen. Wie das sein wird und wie lange wir das durchhalten werden, wird sich zeigen.

Waitangi Day

Heute geniessen wir schon wieder einen Feiertag und somit freien Tag. Und zwar ist Waitangi Day, der Nationalfeiertag Neuseelands.
Bei Waitangi in der Bay of Islands unterzeichneten am 6. Februar 1840 Captain William Hobson im Namen der britischen Krone und zahlreicher Maori-Häuptlinge, stellvertretend für die ersten Bewohner von Aotearoa, dem “Land der langen, weissen Wolke”, einen Vertrag, der von zwei Leitideen geprägt war: Einerseits unterstellten die Maori ihre Souveränität der britischen Queen, die dafür andererseits den Maori den Besitz von Wäldern, Land, Fischgründen und anderem Eigentum garantierte. Gemeinsam sollten Maori und Europäer das Land entwickeln: Ein Vertrag, der dringend nötig geworden war, denn aus dem anfänglichen Nebeneinander war in wenigen Jahren ein Gegeneinander geworden. Der Handel mit Proviant und Lebensmitteln für die Schiffe war durch den Handel mit Waffen abgelöst worden. Streitigkeiten über Landrechte zwischen Maori und Weissen häuften sich. Nun sollte der Treaty of Waitangi Abhilfe schaffen und Ruhe und Ordnung wiederherstellen.
 Was weniger bekannt ist: Hobson musste den Vertrag mit Hilfe seines Sekretärs, James Freeman, und dem Briten James Busby entwerfen. Keiner von diesen war jedoch ein Jurist. Zudem musste dies innerhalb von zwei Tagen geschehen. Da nur wenige der Maori-Häuptlinge der englischen Sprache mächtig waren, musste der Vertrag übersetzt werden. Dies geschah buchstäblich in einer Nacht- und Nebel-Aktion am 4. Februar. Einen Tag danach lag der Entwurf des Abkommens in beiden Sprachen vor und konnte diskutiert werden. Die Diskussionen verliefen harzig. Schliesslich konnte aber der Treaty of Waitangi am 6. Februar unterzeichnet werden. Wie sich später hinausstellte, waren jedoch die englische und die maorische Version nicht identisch beziehungsweise die Übersetzung war nicht korrekt. So existierte beispielsweise das Wort Souveränität in der Sprache der Maori gar nicht. Die Maoris gingen davon aus, dass sie nach wie vor volles Recht über ihr Land besassen – ein Recht, das ihnen aber mit diesem Vertrag genommen wurde, und das sie sich bis heute mühsam zurück erkämpfen mussten.
Ausser in Waitangi selber, finden nur wenige Aktivitäten statt. Für die meisten Kiwis ist es ein normaler freier Tag, den man je nach Wetter am Strand oder beim Shoppen verbringt. Das Wetter heute ist eher durchzogen, so dass für viele wohl eher die zweite Variante in Frage kommt. Auch wir gehen kurz einkaufen und sehen uns vor allem noch ein paar Häuser von aussen an, die zur Miete ausgeschrieben ist, denn langsam müssen wir mit der Suche nach einer neuen Bleibe für Ende März starten. Am Abend wollen wir eine Pizza in einem nahe gelegenen Restaurant essen. Aber dieses ist geschlossen, und so spazieren wir weiter zur nächsten Pizzeria. Aber auch dort stehen wir vor verschlossenen Türen. Und so gehen wir wieder zurück und landen schlussendlich wieder im Da Vinci. Die Pizza schmeckt, und unser Lieblingswein von Man O’War gibt es auch noch immer. Der Sky Tower ist zum Nationalfeiertag wieder beleuchtet. Dani hat ein Video davon gemacht:

Freie Sicht

Nachdem wir wunderschöne Sommertage geniessen konnten, hat uns gestern ein ehemaliger Zyklon heimgesucht und vielerorts massive Überschwemmungen gebracht. Wir hatten auch eine kleinere Überschwemmung. Und zwar scheinen zwei Fenster respektive Verglasungen nicht mehr dicht zu sein, so dass das Wasser dem Glas entlang heruntergelaufen ist und sich auf dem Fensterbank gesammelt hat. Wir müssen das der Liegenschaftsverwaltung melden.
Zum Glück ist das Wetter heute wieder besser geworden, und wir hatten sozusagen wieder freie Sicht. Für das Wochenende sieht es aber bereits wieder schlechter aus. Aber das macht nichts, denn wir müssen eh zuhause bleiben. Denn auch Dani hat hoffentlich schon bald wieder freie Sicht. Er lässt sich heute ein Auge lasern, damit er keine Brille mehr braucht. Es mag komisch erscheinen, dass er nur ein Auge korrigiert lässt, aber das ist die neue Methode. Am Morgen geht er zu Fuss in die Augenklinik, die in Remuera, eine gute halbe Stunde von uns entfernt, liegt. Ich schlage ihm vor, für den Rückweg ein Taxi zu nehmen, aber er geht auch zu Fuss wieder nach Hause. Als ich am Nachmittag von der Schule nach Hause komme, sitzt er vor dem Fernseher. Am Abend müssen wir noch einmal in die Augenklinik zur Nachkontrolle. Diesmal fahre ich ihn, und wir können so anschliessend noch gleich einkaufen gehen. Dank Schmerztabletten und Augentropfen geht es ihm gut. Nachts muss er eine Schutzbrille tragen, damit er sich nicht im Schlaf das Auge reibt. Und für das Wochenende herrscht Ausgangsverbot, damit sich sein Auge erholen kann, bevor er am Montag seine Arbeit wieder aufnehmen wird.

Auckland Anniversary Day

Heute feiert Auckland seinen Geburtstag, was bedeutet, dass dies ein Feiertag ist, und wir beide frei haben. Interessanterweise ist der 29. Januar aber nicht der Tag, an dem Auckland gegründet wurde, sondern an welchem der Entdecker und erste Gouverneur von Neuseeland, William Hobson, die Nordinsel und die Bay of Islands entdeckt hat. Hobson gründete Auckland am 18. September 1840. Zur Feier wurde eine kleine Regatta mit drei Rennen ausgetragen. Aber erst 1850 wurde der 29. Januar definitiv als Geburtstag von Auckland gefeiert und die Tradition von Auckland Ragatta wurde offiziell. Heute ist dieses Wettsegeln der grösste eintägige Event dieser Art auf der ganzen Welt.
Das erste Schiff, das wir sehen, liegt allerdings im Hafen und bewegt sich nicht. Es ist ein weiteres Kreuzfahrtschiff und zwar die Viking Sun. Ich liebe es, jeweils zu recherchieren, welche Reise das Schiff hinter und noch vor sich hat. Und dieses hier macht eine sehr interessante Reise. Es ist am 15. Dezember 2017 in Miami gestartet, wird nach Neuseeland im Februar nach Australien und Indonesien reisen und schliesslich nach 141 Tagen, 65 Häfen und 35 Ländern in London eintreffen. Ebenfalls im Hafen liegt das Tugboat Hauraki. Dieses Schleppschiff ist das neueste und kann eine Last von 70 Tonnen ziehen. Und schliesslich ist da noch die Arctic P, ein ehemaliger Eisbrecher, der 1995 in ein Luxusschiff umgebaut wurde und heute dem Milliardär und Geschäftsmann James Packer, einem der reichsten Australiern, gehört. Draussen im Meer sehen wir die Segelboote, welche ihre Tour gegen Ende Nachmittag beenden werden. Wir mögen aber nicht warten, denn wiederum ist es sehr heiss, obwohl ein recht starker Wind weht.

Waka, Busker, Seaport zum Zweiten

Auch heute stürzen wir uns wieder ins Gewühl und besuchen die verschiedenen Aktivitäten. Als hätte es nicht schon genug Leute, ist auch noch ein Kreuzfahrtschiff hier und spuckt hunderte, wenn nicht tausende von Passagieren aus. Dieses Mal ist es die Diamond Princess, die vor drei Tagen in Sydney gestartet ist und Neuseeland umrundet. Wir spazieren herum, sehen dem Treiben zu und verweilen zwischendurch am Schatten, denn es ist sehr heiss. Zum Glück ist die Luft nicht mehr so feucht wie Mitte Woche, als die Luftfeuchtigkeit 96 % betrug.
Am Abend kochen wir zuhause und gehen dann nochmals zum Hafen. Das Auckland Symphony Orchestra unterhält die Leute, bis um zehn Uhr das Feuerwerk beginnt. Dieses ist absolut spektakulär! Auch dazu gibt es zwei Videos von Dani.
Als wir nach Hause kommen, schalten wir unseren Computer ein, um „kurz“ zu sehen, wie es im Final vom Australian Open zwischen Roger Federer und Marin Cilic steht. Aus kurz wird aber lang, und schliesslich sehen wir uns den Match bis zum Schluss an und sind erst Morgens um eins im Bett. Aber die Daumen für Roger zu drücken, hat sich gelohnt, und den Sieg hat er sich mehr als verdient.

 

Waka, Buskers, Seaport zum Ersten

Da am Montag Auckland Anniversary Day ist, geniessen wir ein verlängertes Wochenende mit vielen Aktivitäten.
Da wäre das Tamaki Herenga Waka Festival. Ein Waka ist ein Schiff der Maoris. Gezeigt werden aber nicht nur diese langen Holzboote, sondern viele anderen Sachen, die in Verbindung mit den Traditionen der Maoris stehen.
Am Seaport Festival öffnen die Captain Cook und Marsden Wharves ihre Tore. Der Frachthafen ist sonst geschlossen und bietet nur während diesen drei Tagen einen Blick hinter die Kulissen der beiden Werften. Frachtschiffe und riesige Krane sind zu sehen, und Tafeln informieren über die Arbeiten. So kommen beispielsweise jeden Monat über 20’000 Autos an diesem Hafen an. Die „Auto-Schiffe“, bringen aber nicht nur Autos, sondern auch Traktoren, Wohnmobile, Züge, kleine Flugzeuge, Busse und sogar Windturbinen. Die Polizei ist auch vertreten und präsentiert ihre „NZ Police Eagle Helicopters“. Öfters sehen und hören wir die Helikopter, und nun sehen wir in einem Video, welch wichtige Arbeit damit getan wird. So wird beispielsweise der Verkehr aus der Luft überwacht. Das Video zeigt die halsbrecherische Fahrt eines Kriminellen, der auf der Autobahn auf der falschen Strassenseite fährt, gefährliche Überholmanöver durchführt und schlussendlich das gestohlene Auto parkt und in sein Haus geht. Dank dem Hubschrauber konnte die ganze Fahrt aufgezeichnet und die Polizei am Boden informiert werden. In einem anderen Video sieht man eine Gang, die in ein Haus einbricht. Auch hier kann dank den Informationen der Helikopter Cops die Polizei rasch eingreifen und die Täter verhaften. Ich bin begeistert von dieser wertvollen Arbeit!
Am International Buskers Festival unterhalten Strassenkünstler aus der ganzen Welt die Zuschauer. Wir schauen dem einen oder anderen zu, als wir von Aktivität zu Aktivität schlendern. Nach dem Abendessen, das wir in einem Restaurant beim Hafen geniessen, findet die Night Show statt, an welcher alle Künstler auftreten. Leider beginnt es zu regnen, so dass nicht alle Auftritte stattfinden können.
Wir eilen zu unserem letzten „Termin“. Die Harbour Bridge wird an diesem Abend speziell beleuchtet. Dazu wurden rund 90’000 verschieden farbige, solarbetriebene LED-Lampen installiert, die individuell programmiert werden können. Die Energie von 248 Solarpanels wird in einer „Tesla Powerpack Battery Farm“ in der Grösse eines Schiffscontainers gespeichert. Die Lichtshow beginnt um neun Uhr und wird jede halbe Stunde wiederholt. Sie dauert sechs Minuten und ist wirklich ein Spektakel. Danis Videos sind unten zu sehen. (Dem Schwanken nach zu urteilen, könnte man meinen, dass er auf einem Schiff war oder zu viel getrunken hat, aber ein iPhone über längere Zeit in der Luft still zu halten ist nicht ganz einfach.)

 

Bern-Rotterdam-Singapur-Auckland

Wir haben unseren Container beziehungsweise unsere persönlichen Sachen, die noch in der Schweiz waren, abgerufen. Dies konnten wir nun tun, da Dani ein Arbeitsvisum hat, und wir aus diesem Grund die Ware nicht verzollen müssen. Unsere Sachen wurden letzten Donnerstag in den Container geladen, und dieser ist nun auf dem Weg nach Rotterdam. Dort wird er am 1. Februar auf das Frachtschiff YM WIND (https://www.marinetraffic.com/de/ais/details/ships/477002200) verladen und tritt die lange Seereise an. Unsere Internet-Recherchen haben ergeben, dass das Schiff ab Rotterdam folgende Route zurücklegt: Hamburg, Antwerpen, London, Piräus, Singapur. Dort werden am 3. März die Container offensichtlich auf ein anderes Schiff umgeladen. Am 23. März sollte der Container in Auckland eintreffen. Hoffentlich – denn rund zehn Prozent der Container gehen verloren. Sie werden beispielsweise in einem Sturm vom Schiff gefegt oder bleiben beim Umladen in einem Hafen stehen. Wir hoffen, dass dieses Schicksal unserem Container erspart bleibt!
Ein kleines Quiz: Würde man in Auckland ein Loch quer durch die Erde graben, wo würde man landen? In Sevilla (Spanien)!
Übrigens: Auf dieser Seite kann man einen beliebigen Ort eingeben, und man sieht, wo man auf der anderen Seite der Erde heraus kommen würde: https://www.antipodesmap.com
Hätten wir in Erlach ein Loch gegraben, wären wir mitten im Meer östlich von Dunedin auf der neuseeländischen Südinsel gelandet.

Einmal Orakei und zurück

Nach einer für uns beide anstrengenden Woche geniessen wir das Wochenende umso mehr. Am Freitagabend haben wir uns im Kino den Film „The greatest showman“ angesehen, und gestern haben wir unsere gewohnte Stadt-Hafen-Tour unter die Füsse genommen. Allerdings haben wir wiederum einen neuen Weg entdeckt, um nach Hause zu gelangen.
Heute starten wir ebenfalls zu einer Wanderung. Zuerst geht es nach Newmarket und von dort via Hobson Walkway der Hobson Bay entlang. In Orakei gönnen wir uns ein Zvieri im Café eines Gartencenters. Wir werfen einen Blick auf die Pflanzen und die Gartengeräte. Erinnerungen werden wach. Unseren grossen Garten und die damit verbundene Arbeit vermisse ich jedoch keinesfalls, aber in unserem zukünftigen Zuhause einen kleinen grünen Flecken und etwas Platz für ein paar Kräuter zu haben, wäre schön. Schliesslich gehen wir über die grosse Brücke, die Hobson Bay vom Hafen trennt und gelangen nach Parnell. Dort hat es eine Badeanstalt, wo sich viele Familien tummeln. Schon sind wir wieder in Newmarket und legen auch die letzte Strecke unserer 15 Kilometer langen Wanderung zurück. Frische Luft und die Sonne zu geniessen, haben gut getan!

Am See und am Meer

Nachdem der Regen durchgezogen ist, fahren wir am Mittag Richtung Waitakere Ranges. Wir ergattern einen der raren Parkplätze und marschieren los. Der Weg führt kurz einem Flüsschen entlang und biegt dann ab in die Sanddünnen. Diese sind recht imposant, vor allem weil es schwarzer Sand ist. Das heisst, der Sand ist natürlich nicht ganz schwarz, sondern mehr anthrazitfarben, so wie weisser Sand ja auch nicht schneeweiss ist. Der Sand ist sehr fein und heiss. Dann kommen wir an den Lake Wainamu. Der See ist umrahmt von Bäumen, und bereits sind viele Leute am Baden. Wir setzen unsere Wanderung fort, gehen durch den Wald und gelangen schliesslich zum Quellgebiet des Sees, wo sich die Waitohi Falls befinden. Der kleine Wasserfall liegt ganz versteckt, und das Wasser plätschert gemütlich in einen kleinen Pool. Dort steht auch eine geschnitzte Skulptur, die Kowhatukiteuru, einen Maori, zeigt. Die spiralförmigen Malereien auf seinem Körper repräsentieren die zahlreichen Quellen in diesem Gebiet. Wir wandern auf der südlichen Seite des Sees zurück und kommen wieder zum Waiti Stream. Das kleine Flüsschen führt ein Stück weit direkt an den Sanddünen vorbei. Zum Teil müssen wir durch das sandige Flussbett gehen. Aber das Wasser ist nur wenige Zentimeter hoch, so dass wir unsere Schuhe nicht ausziehen müssen. Als wir zurück sind, kommen immer noch viele Leute an, so dass wir froh sind, der Menschenmenge entfliehen zu können. Schliesslich fahren wir noch an den Bethells Beach. Der Strand ist riesig und sehr schön. Lifeguards sind im Einsatz und überwachen die Leute, die sich im Wasser tummeln. Die Wellen sind nicht ungefährlich, und häufig können Unterwasserströmungen auftreten, die einem in die Tiefe ziehen. Häufig unterschätzen die Leute diese Gefahren und ertrinken. Als wir zuhause sind, müssen wir uns vom Sand befreien, der sich in unsere Schuhe geschlichen hat und an unseren Beinen klebt.